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Am 7. Oktober 2021 fand der Beteiligungskongress Baden-Württemberg statt. Das Motto der Online-Veranstaltung: „Wir können alles, am besten gemeinsam.“ Ein Motto, das nach den Erfahrungen der Pandemie aktueller denn je erschien.

Dass bürgerschaftliches Engagement im ganzen Land Früchte trägt, wurde allein schon durch die Teilnehmer*innenzahl eindrucksvoll belegt. Mehr als 300 Teilnehmer*innen tauschten sich intensiv in zwei Beteiligungs-Blöcke mit insgesamt zwanzig Workshops aus. Eingerahmt wurden die Foren durch Gespräche mit zwei Expertinnen, Barbara Bosch, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, und Simone Fischer, Landes-Behindertenbeauftragten in Baden-Württemberg, denen die gesellschaftliche Beteiligung und Teilhabe besonders am Herzen liegen.

In den Gesprächen, Workshops und Austauschformaten wurde immer wieder deutlich, wie wichtig das „Miteinander“ ist, wenn Menschen sich aktiv einsetzen, beteiligen und kooperieren, um etwas zu bewirken. Gerade dort, wo Akteur*innen mit großem Engagement ähnliche Initiativen anstoßen und vergleichbare Ziele verfolgen, ist Vernetzung ein wirklicher Mehrwert.

Die folgenden Mitschnitte der Gespräche und Workshop-Impulse geben Ihnen Einblicke in den Kongresstag.

Viel Spaß beim Erkunden!

KONGRESS-DOKUMENTATION

Im Gespräch mit… 

Barbara Bosch, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg

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Simone Fischer,
Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg
für die Belange von Menschen mit Behinderungen

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Beteiligungs-Block 1

Dr. Claudia Mauser, Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung, Stadt Mannheim

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Im Workshop 1.1 Mit Leichter Sprache leichter Leute beteiligen? regte Dr. Claudia Mauser, Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung Stadt Mannheim, die 16 Teilnehmenden dazu an, gemeinsam Grenzen, Chancen und Wünsche im Kontext Leichter Sprache zu besprechen. Moderiert wurde der Workshop von Andrea Katz. Technische Assistenz bot Annika Dickel.

Mauser berichtet, die Stadt Mannheim führt eine Website, die sich rein auf Partizipation bezieht. Mauser, die zuständig ist für die Bereiche Beteiligungsprozesse und Kommunikation, pflegt dieses sogenannte Beteiligungsportal. Vor zwei Jahren sei sie im Zusammenwirken mit der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen auf das Thema der Leichten Sprache aufmerksam geworden. „Ich habe seitdem ein bisschen was gemacht und komme nun nicht weiter“, erzählt Mauser. Sie möchte gerne ins Gespräch kommen und stellt zu Beginn des Inputs folgende Fragen:

Haben Sie noch Ideen? Was fehlt? Haben Sie genauso irgendwo Hürden?

Im Kontext des Beteilligungskongresses gibt sie dann den Ausblick, dass die Gruppe nachfolgend auch externe Hilfe (bspw. durch die Allianz für Beteiligung (AfB)) erhalten kann. Sie schließt mit den Worten: „(…) aber vielleicht könne wir uns auch hier helfen.“. Ganz im Sinne des Mottos des Beteiligungskongresses „Wir können alles, am besten gemeinsam.“ geht sie über, den Teilnehmenden einen Blick auf ihr bisheriges Vorgehen und empfundene Hürden zu eröffnen.

Als erstes nimmt Mauser eine Abgrenzung des Begriffs „Leichte Sprache“ vor. Sie differenziert in Bezug auf die Kategorien „einfache Sprache“, „bürgernahe Sprache“ und „barrierefreie Sprache“. Dann geht sie auf den Aufbau der Website ein. Hier ist die „Leichte Sprache“ über einen Button auf der Starseite als zusätzliche Version des Beteiligungsportals zu erreichen. Dort findet sich eine Erklärung darüber, was Bürgerbeteiligung ist. Ebenso wird die Webpage unterstützt durch screenshots erläutert. Als eigenständiges Dokument wurde das Regelwerk der Stadt Mannheim in Leichte Sprache übersetzt. In einer Kurzversion werden die Regeln, denen die Bürgerbeteiligung in Mannheim untersteht, dargelegt. Mauser sieht nun folgende Knackpunkte. „Was soll ich in Leichte Sprache übersetzen? Alle Dokumente, alle Protokolle, alle Präsentationen? Sie skizziert zudem, dass Vorhaben, die in der Websiteversion der Leichten Sprache vorgestellt werden, darüber hinaus in Dokumenten und Texten nachzuvollziehen sind, die wie üblich nicht in Leichter Sprache verfasst seien. Reicht es, Vorhaben nur vorzustellen oder muss es eigentlich mehr sein, fragt Mauser in die Runde. Das Regelwerk in leichter Sprache habe sich laut Klick noch niemand angesehen. Wie kriegen Menschen von der Option in Leichter Sprache mit? Nach diesem Einstieg, den Sie in ausführlicher Fassung als Videomitschnitt nachvollziehen können, geht die Gruppe in den Dialog über.

Anhand von drei Leitfragen tauschen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen aus. Welche Grenzen, Chancen und Wünsche sie in Bezug auf Leichte Sprache haben, ordnen sie in den größeren Rahmen der Beteiligung ein. Das Ziel Leichter Sprache sei für die Teilnehmenden, mehr Menschen zu beteiligen. Hinter dem Wunsch breiter Beteiligung scheint die Haltung zu stehen, dass Alle sich gleichwertig in unserer Demokratie einsetzen können sollen. Ob eine Version in Leichter, barrierefreier oder einfacher Sprache als Ergänzung zur Startseite der Website, alle samt führten sie zu einer Segmentierung der Nutzer ebenfalls in Kategorien, beschreibt eine Teilnehmende die Wirkung von mehreren Websiteversionen. Daran angelehnt formulieren die Teilnehmenden Vorteile, die eine einzige Seite böte. Diese wäre eine Synthese aus verschiedenen Aspekten der unterschiedlichen Sprachkategorien. Sie wäre in einfacher Sprache verfasst. Das Interface wäre so gelayoutet, dass Text und Bildmaterial veranschaulichender wirkten. Allen Besucher:innen der Seite würden die Inhalte (einzig und somit standardmäßig etabliert) grafisch aufgearbeitete und einfach formuliert dargeboten. Die Angst, Menschen könnten sich aufgrund der neuen Ausdrucksweise und Websitegestaltung für „blöd verkauft“ fühlen, stehe gegenüber, dass sich eben jene, für die ein extra Angebot geschaffen wird, randständisch fühlten. So könne gemindert werden, dass Menschen eine Einteilung in Gruppen empfänden.

Darüber hinaus geht die Workshopgruppe darauf ein, wann Leichte Sprache am zielführensten eingesetzt werden könne. Wir erinnern uns: das Ziel ist eine möglichst breite Beteiligung. Ein Ansatz sei, Menschen mittels Leichter Sprache für Beteiligung an einem konkreten Projekt zu gewinnen. Dies könne ihr Interesse daran erhöhen, was desweitern in ihrer Stadt vor sich geht und sich ebenfalls an jenen Prozessen zu beteiligen. Die Ansprache dazu könne auch analog geschehen. Ein Teilnehmender schlug vor, dass einzelne Engagierte (aus Stadt, Trägerschaft, e.V.) sich zu Arbeitsgruppen verknüpfen könnten. In diesen könnten Vorlagen für Flyer und Erfahrungswerte austauscht werden. Die Allianz für Beteiligung könne den Wunsch einfacher Leute zu beteiligen unterstützen, indem sie Seminare und Textfassungen zum Layouten anbiete. Wie blicken Menschen auf Informationsträger (eyetracking)? Wie kann eine intuitivere Informationsaufnahme durch gute Gestaltung herbeigeführt werden? Fragen, die im Rahmen von Partizipationsvorhaben zu neuen Herangehensweise an die Kommunikation mit Bürgern anregen!

Abschließend schildern die Teilnehmenden, mit welchen Gedanken und Gefühlen sie aus dem Workshop gehen. Der Austausch habe bestärkt, die eigenen Projekte weiter zu verfolgen und einfach den Versuch zu wagen, einen niederschwelligeren Zugang für Bürger:innen zu ermöglichen.

Linda Ammon, Allianz für Beteiligung e.V.

Beim Denkraum Klima hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit mit zwei Praxisbeispielen das Förderprogramm Dialog zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit kennenzulernen. Weissach KLIMAschutz konkret und der Klimaentscheid Aalen brachten als Themengeber*innen Ihre Herausforderungen ein und bekamen von den Mitdenker*innen kollegiale Beratung zu ihren Fragestellungen.

Nächster Denkraum Klima:

DENKRAUM KLIMA – Allianz für Beteiligung (allianz-fuer-beteiligung.de)

Weitere Informationen zur Projektförderung:

DIALOG ZU KLIMASCHUTZ UND KLIMAGERECHTIGKEIT – Allianz für Beteiligung (allianz-fuer-beteiligung.de)

  • Natalie Steiner, Projektleitung „E-LIV – Ettlingen – lokal, interkulturell, vernetzt“, Mitarbeiterin im Fachbereich Migration & Flucht Caritas Ettlingen
  • Frau Lafrenz, ehrenamtlich Engagierte aus dem Projekt E-LIV
  • Frau Peravali, ehrenamtlich Engagierte aus dem Sprachmittlerdienst
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Im Workshop 1.3 „Menschen mit Migrations- und Fluchtbiografie im Ehrenamt beteiligen“ stellte Frau Steiner vom Caritas Bezirksverband Ettlingen ihre Arbeit im Bereich Flucht und Migration vor. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer berichteten zu dem Frau Peravali und Frau Lafrenz aus erster Hand von ihren Erfahrungen aus ihren Ehrenämtern in Zusammenarbeit mit der Caritas. Unter den Teilnehmenden befanden sich Gemeinden und Vereine mit einem Bezug zum Thema Migration aber auch politische Institutionen. Die Veranstaltung wurden von Herrn Fuchs moderiert.

Dem Bezirksverband Ettlingen der Caritas ist es ein wichtiges Anliegen ein zeitgemäßes Ehrenamt zu unterstützen und aufzubauen, welches einen wahren Spiegel der Gesellschaft darstellt und daher sich insbesondere auch an Menschen mit einer Migrations- oder Fluchtbiografie wendet. Ziel ist ein Ehrenamt mit und für Migrantinnen und Migranten. Die Freiwilligen werden je nach Einsatzgebiet gezielt geschult. Darüber hinaus sind eine intensiver Bindungsaufbau sowie die Wertschätzung für die Arbeit wesentliche Aspekte für ein erfolgreiches Ehrenamt.

Frau Lafrenz berichtete hierzu aus ihren Erfahrungen im Projekt „Ettlingen – lokal, interkulturell, vernetzt“. Sie selbst ist vor 20 Jahren von Kolumbien nach Deutschland gekommen und engagiert sich im Rahmen des E-liv Projektes dafür Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund Hilfestellungen bei Orientierung in Deutschland zu geben. Die Erstellung verschiedener Angebote wie etwa Videos oder eine Karte mit den Anlaufstellen in unterschiedlichen Sprachen war dabei immer ein (Lern-) Prozess für alle Beteiligten. Die vielen verschiedenen Kulturen verlangen viel Kommunikations- und Kompromissbereitschaft ab, führen jedoch gleichzeitig zu Ergebnissen, die allen gerecht werden, und vor allem mit den Menschen gemeinsam geschaffen wurden.

Einen zweiten Einblick erhielten die Teilnehmenden von Frau Peravali, die seit 2001 von Indien nach Deutschland gezogen ist. Sie ist im „Sprachmittlerdienst“ tätig. Die Erfahrungen im Ehrenamt geben ihr eine tiefe Zufriedenheit und ein Gefühl von Selbstwirksamkeit, wenn sie anderen Migrantinnen und Migranten durch ihre Arbeit helfen konnte sprachliche Barrieren abzubauen. Die Corona-Zeit hat darüber hinaus gezeigt, dass auch virtuelle oder telefonische Unterstützung machbar ist.

In der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmenden wurde unter anderem thematisiert was es für ein funktionierendes Ehrenamt braucht. Dabei zeigte sich, dass die verkrusteten und teilweise starren Strukturen aufgeweicht werden müssen, um neue Impulse zu zulassen. Es gilt die Frage zu klären inwieweit sich Amt und Ehrenamtliche gegenseitig anpassen müssen, damit es funktioniert, nicht nur für Migrantinnen und Migranten, sondern auch für das Nachwuchsmanagement im Allgemeinen. Diese Strukturen sind es auch, die es je nach kulturellem Hintergrund zu vermitteln gilt. Nicht jedes Land hat ein so stark strukturiertes freiwilliges Hilfssystem oftmals geschieht dies im Ausland automatisch durch größere Familienzusammenschlüsse oder die Nachbarschaft. In erster Linie braucht es daher den persönlichen und konstanten Kontakt, um Menschen für das Ehrenamt in Deutschland zu begeistern.

Ehrenamt ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und als solcher nicht einfach nur als Freizeit zu betrachten.

Alexander Fangmann und Sarah Maier, Württembergischer Landessportbund e.V.

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Im Projekt „EINFACH MACHER – Gemeinsam geht es einfach am besten!“ machen sich ein Mensch mit und ein Mensch ohne Behinderung als inklusives Duo gemeinsam auf den Weg, um mithilfe von vielfältigen Aktionen für mehr Inklusion in der württembergischen Sportlandschaft zu sorgen. Angelehnt an die 24 Sportkreise des Württembergischen Landessportbunds sollen die „EINFACH MACHER“ insbesondere für eine stärkere Vernetzung vor Ort zwischen Sportverein und Behinderteneinrichtung sorgen.
In diesem Workshop konnten die Teilnehmenden das Projekt kennen lernen und in Austausch über Gelingensfaktoren und Stolpersteine in der Inklusion im Vereinswesen treten.

Download Präsentation
Marion Baur und Christina Ulmer, Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal e.V.

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Die Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal e.V. wird gemeinsam mit der Stadt Herrenberg das Wiedenhöfer-Areal in der Herrenberger Kernstadt neu erschließen und bebauen als „Quartier der Schwesternschaft“.
Innerhalb des Quartiers sollen aufeinander abgestimmte Betreuungs- und Pflegeangebote entstehen, die es den Menschen ermöglichen, selbstbestimmt in der eigenen Häuslichkeit und in gewachsenen sozialen Strukturen alt zu werden. In diesem Workshop konnten die Teilnehmenden das Quartiersprojekt kennenlernen und mit den Projektverantwortlichen in Austausch treten.

  • Dorothee Lang, Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategie Süd (RENN.süd)
  • Manfred Lehle, Nachhaltigkeitsbüro LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
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RENN.süd ist neben RENN.nord, RENN.mitte und RENN.west eine von vier regionalen Netzstellen. Diese wurden auf Empfehlung des Rates für nachhaltige Entwicklung (RNE) von der Bundesregierung ins Leben gerufen. Wir als RENN.süd tragen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Kommunen das Thema „Nachhaltig leben“ in die Breite. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Initiativen und Engagierte, die in diesen Bereichen tätig sind zu unterstützen und gute Projektideen bekannt zu machen. Das Nachhaltigkeitsbüro der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg unterstützt mit verschiedenen Leistungen auf kommunaler Ebene und im Bereich der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung die Beteiligung und Projekte der Zivilgesellschaft. In beiden Bereichen ist das Ziel, eine nachhaltige Entwicklung voranzubringen. In diesem Workshop konnten die Teilnehmenden die Unterstützungsangebote für zivilgesellschaftliche Akteure kennen lernen und mit den Verantwortlichen in Austausch treten.

Johanna Benz-Spies, Prozessbegleitung Projekt MenSchenRäume, Gründerin und Vorstandsmitglied Teilhabeverein s’Blochinger Wichtele e.V.

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Der Workshop zeigt auf, wie die Stadt Mengen die Quartiersentwicklung in ihren Teilgemeinden sowie der Nachbargemeinde Scheer mit Hilfe des Förderbaukastens für Zivilgesellschaft, Gemeinden, Städte und Landkreise in Baden-Württemberg erfolgreich gestaltet. Ausgehend von einer zivilgesellschaftlichen Initiative im Teilort Blochingen haben sich seit 2018 mehrere Projekte entwickelt und nachhaltig etabliert. Neben der Referentin berichteten in diesem Workshop auch bürgerschaftlich Engagierte aus den Projekten von ihren Projekterfahrungen.

  • Dr. Edgar Wunder, Mehr Demokratie e.V.
  • Marian Schreier, Bürgermeister Tengen
  • Micha Bächle, Bürgermeister Bräunlingen
  • Quynh Hägele, Steinheim am Albuch
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Während des Workshops „Bürgerentscheide zu Energiewende-Themen: Erfolgreiche Praxisbeispiele“ wurden drei Bürgerentscheide zum Bau von Solar- und Windparks vorgestellt. Impulsgeber war Herr Dr. Edgar Wunder von Mehr Demokratie e.V.. Es gab 38 Anmeldungen für den Workshop, darunter verschiedene Vereine und Beratungsunternehmen. Die Moderation übernahm Claudia Peschen vom Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement. Zuerst gab Herr Dr. Wunder eine kurze Einführung zu Bürgerentscheiden beim Bau von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien. Anschließend stellten die drei Podiumsgäste ihre Praxisbeispiele vor. Den Anfang machte dabei Herr Micha Bächle, Bürgermeister der Stadt Bräunlingen. Dort hatte es vor drei Jahren einen Bürgerentscheid zum Bau eines Windparks gegeben. Die BürgerInnen hatten Unterschriften gegen den Bau des Windparks gesammelt und so kam es zu einem Bürgerentscheid. Eine große Informationsveranstaltung fand statt, wozu es einen Film auf der Webseite der Stadt gibt. Außerdem stellte Herr Bächle die dazugehörige Broschüre (https://www.braeunlingen.de/wirtschaft-wohnen/windkraft.html) vor. Letztendlich entschied sich die Bürgerschaft für den Windpark. Der nächste Podiumsgast war Herr Marian Schreier, Bürgermeister der Stadt Tengen. Dort fand im Jahr 2020 ebenfalls ein Bürgerentscheid zum Bau eines Windparks statt. Die Stadt wollte die Entscheidung, ob ein Windpark gebaut werden soll, in einer öffentlichen Diskussion der Bürgerschaft überlassen und selbst für den Windpark werben. Während dieses Dialogprozesses wurde in mehreren öffentlichen Runden diskutiert, es gab Exkursionen und Veranstaltungen. Dabei wurden nicht nur die Vor- und Nachteile, sondern auch, wie es am Ende funktionieren könnte, diskutiert. Die Stadt blieb währenddessen dafür offen die Pläne auch zu verändern oder anzupassen. Am Ende stimmte die Bürgerschaft für den Windpark. Das dritte Praxisbeispiel stellte Quynh Hägele vor, stellvertretende Hauptamtsleiterin in der Gemeinde Steinheim am Albuch. Im Jahr 2020 gab es dort einen Bürgerentscheid zum Bau eines Solarparks. Eine Bürgerinitiative hatte sogar mehr Unterschriften, als für einen Bürgerentscheid nötig, gesammelt und eingereicht. Für den Bürgerentscheid arbeitete die Stadt mit dem Forum Energiedialoge zusammen, welches vermittelte. Die Informationsveranstaltung fand mit über 300 Teilnehmenden pandemiebedingt online statt. Beim Bürgerentscheid war letztendlich die Abstimmungsfrage kompliziert formuliert, weshalb der Rat gegeben wurde, frühzeitig die Fragestellung abzuklären, um sie möglichst einfach gestalten zu können. Am Ende ging der Bürgerentscheid für den Solarpark aus und die Gemeinde erhielt viel Zuspruch.

Erkenntnisse, die sich aus dem Workshop ergaben waren, dass es wichtig ist, die Abstimmungsfrage beim Bürgerentscheid möglichst einfach zu formulieren und die Transparenz zu erhalten, damit es nicht zu Fehlinformationen kommt. Außerdem wurde der Dialog mit der Bürgerinitiative als wichtiger Punkt genannt, sich in das Thema einzulesen und eine externe Moderation heranzuziehen. Des Weiteren sollte der Prozess nicht emotional eskalieren sondern die Beteiligten sollten sachlich bleiben.

Prof. Dr. Marianne Kneuer, Technische Universität Dresden

Dieser Workshop beschäftigte sich mit der Verbindung zwischen der Corona-Pandemie und kommunaler Online-Beteiligung unter der Leitfrage: „Corona als Treiber oder Verhinderer von Online-Beteiligung auf kommunaler Ebene?“.

Hinsichtlich des Ablaufs gestaltete sich der Workshop zweigeteilt: Nach einer Begrüßungsrunde durch die Moderatorin Frau Dagmar Gebhardt vom Verein Generationen-Dialog-Zukunft und einer Einordnung der Teilnehmenden in deren fachlichen und gesellschaftlichen Hintergrund wurde anhand eines Impulses durch Professorin Marianne Kneuer von der Technischen Universität Dresden ein kurzer Überblick zur Leitfragestellung gegeben. Im Zweiten Teil des Workshops konnten die über 35 Teilnehmenden aus Kommunalverwaltung und -beratung, Landesverwaltung, Zivilgesellschaft und Bürgerschaft verschiedenster Kommunen aus Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und anderen Bundesländern in Austausch treten und das Thema sowie die Erkenntnisse aus dem Impuls in sechs Kleingruppen mit verschiedenen Schwerpunktfragen vertieft erörtern. Die Resultate der Kleingruppen wurden im Plenum vorgestellt und dort diskutiert.

Die Impulsgeberin Professorin Kneuer stellte zu Beginn ihres Vortrags die Wichtigkeit der kommunalen Ebene für den demokratischen und Beteiligungsprozess heraus und folgerte mit den Überlegungen, dass sowohl die auf Gemeindeebene verhandelten Themen, als auch die affektive Bindung der Individuen an ihre Kommunen und die lokale Gemeinschaft günstige Bedingungen darstellen, digitale Beteiligungsformate einzusetzen und den Adressat _innenkreis zu erweitern.

Sie stellte nachfolgend die Situation von Deutschland als digitalem „Entwicklungsland“, die Anwendung von Online-Beteiligungsformaten betreffend, heraus und äußerte die Hoffnung, dass die Pandemie an dieser Problematik in der Zukunft noch etwas ändern könnte. Dies begründete sie anhand der erhöhten Nachfrage nach E-Partizipation in in der Pandemiezeit, welche sie durch zwei Untersuchungen der spanischen Metropolen Barcelona und Madrid, unterstrich: Dort war die Nachfrage durch die Bürger_innen während den Pandemiewellen sprunghaft angestiegen.

Im Nachgang stellte sie anhand einer Befragung von Kommunen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durch die Universitäten Hildesheim und Düsseldorf dar, inwiefern sich in den befragten Kommunen Angebote und Bedarfe an Online-Formaten durch Corona verändert haben. Die Antworten aus 90 Kommunen stellen dar, dass der Großteil der Kommunen noch keine Verlagerung von Beteiligungsprojekten in den Online-Raum vornahm. Des Weiteren stieg die Teilnahme in Online-Beteiligungsverfahren während der Pandemie bei den meisten Kommunen nicht an. Schließlich kam es bei drei Vierteln der Kommunen weder zu einer vermehrten Nachfrage nach Online-Beteiligungsformaten, noch wurden solche durch die Kommunen entwickelt. Am Ende dieser Ausführungen musste bemerkt werden: „So viel hat sich offensichtlich nicht verändert“. Jedoch gibt es in den Untersuchungen eine interessante Wendung: Die Mehrheit der befragten Kommunen geht – trotz der oben vorgestellten Ergebnisse – davon aus, dass sich die Beteiligung zukünftig vermehrt in den digitalen Raum verlagern wird, vor allem unter Bedingungen, die Präsenzveranstaltungen weiter erschweren.

Als Trost aus den Ergebnissen zog Professorin Kneuer somit das Fazit, dass Online-Beteiligung als Zukunftsmodell gesehen wird und die Pandemie als „Anstoß und Motor“ für ein Umdenken gelten kann.

Die Kleingruppen widmeten sich im Nachgang den vorgestellten Ergebnissen und bearbeiteten Fragen nach dem Engagement und der Angebotspalette der Kommunen, nach dem (nicht) erfüllten Bedarf an Online-Beteiligungen durch die Gemeinden sowie der Entwicklung von hybriden und digitalen Partizipationsangeboten durch die Kommunen. Außerdem wurden Fragen nach der Wirksamkeit der Angebote, den generellen Zielen von Online-Beteiligung in Kommunen und dem Phänomen der ‚Nicht-Beteiligung‘ erörtert. Ein gleichmäßiges Bild zur Leitfrage konnte, wie auch schon in den vorgestellten Untersuchungen, nicht gefertigt werden.

Übergreifendes Ergebnis der Gruppen in der abschließenden Plenumsdiskussion war jedoch der festzustellende Wandel von analogen zu hybriden und digitalisierten Prozessen, wobei einheitlich festgestellt wurde, dass ein hybrider Weg der Beteiligung als „Königsweg“ gesehen werden kann. Wichtigstes Anliegen der Teilnehmenden war, den Dialog im Beteiligungsprozess – auch beim Wandel zu eher eindimensionalen, monodirektionalen Online-Beteiligungsformaten – aufrecht zu erhalten.

Download Whiteboard

Jan Gruß und Andreas Scheibmaier, Hochschule Furtwangen

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Das Forschungsprojekt Digitaldialog 21 erforscht in breit angelegten Dialogprozessen die Facetten des digitalen Wandels mit Fokus auf dem ländlichen Raum. Hierzu wurden in 2020 in mehreren Kommunen Baden-Württembergs Bürgerdialoge zum digitalen Wandel durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen künstlerischer Forschung zu einem Schauspiel verdichtet. Der Film dient als Impuls für weitere Bürgerdialoge sowie Workshops und wurde auf dem Beteiligungskongress 2021 den Teilnehmer*innen vorgestellt.
In diesem Workshop konnten die Teilnehmer*innen erfahren, was Bürger*innen im Bezug auf den digitalen Wandel bewegt.

Beteiligungs-Block 2

BUND Neckar-Alb, KlimaschutzAgentur Landkreis Reutlingen

Das Planspiel „Energiewende vor Ort“ bildet in 11 Spielgruppen und 66 Rollen Klimaschutzbefürworter*innen und -skeptiker*innen aller Couleur ab: verschiedenste Interessensgruppen und Generationen, von den bei „Fridays for Future“ aktiven Schüler*innen bis zu den Vereinsvorsitzenden. Auch eine*n Bürgermeister*in und Gemeinderät*innen gibt es. Entwickelt haben dieses Planspiel verschiedene Akteur*innen im Landkreis Reutlingen, v.a. die Klimaschutz Agentur und das Vorstandsteam des BUND Kreisverband Reutlingen.
Die Teilnehmenden konnten dieses innovative Format kennen lernen, um sich mit Klimafragen vor Ort auseinanderzusetzen.

Download Weitingen Planspiel
Ralf Baumgarth, UPJ e.V.

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Um gesellschaftliche Probleme zu lösen, wird es zunehmend notwendig, in sektorübergreifenden Kooperationen zusammenzuarbeiten – in Netzwerken von Wirtschaft, Staat und gemeinwohlorientierten Akteure*innen der Zivilgesellschaft. Das Engagement von Unternehmen im Gemeinwesen kann zusätzliche Kompetenzen und Ressourcen für gemeinnützige Anliegen mobilisieren. Solche Kooperationen bieten Potential für innovative Lösungsansätze und können gezielt initiiert und verbreitet werden. Wie neue Horizonte eröffnet werden können, zeigt eine wachsende Zahl guter Beispiele, bei denen Akteur*innen vor Ort zusammenarbeiten und gemeinsam konkrete Erfahrungen sammeln.
Nach einem Impuls zur Einführung wurden in interaktiven Dialogrunden verschiedene Fragestellungen diskutiert: Warum sollten Unternehmen und Organisationen kooperieren? Welche Motive auf beiden Seiten stehen dahinter? Welche Ziele lassen sich damit erreichen? Welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, damit eine Zusammenarbeit gelingt? Wie lassen sich Kooperationen mit Unternehmen am besten anbahnen?

Zsuzsanna Majzik, matrix GmbH & Co. KG

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Entlang der Learnings der Modellinitiative Kommune Inklusiv der Aktion Mensch e.V. stellte Frau Majzik den Teilnehmenden wichtige Erfolgsbedingungen für qualitativ hochwertige Beteiligungsprozesse mit Menschen, die von Ausschluss bedroht sind, vor. Partizipative Prozesse erfordern eine bestimmte Haltung sowie neu zu erlernende Kompetenzen und Methoden. Im Praxishandbuch Inklusion der Aktion Mensch werden diese systematisch und praxisnah vorgestellt.

Download Pinnwand
Philipp Morath, Bürgerstiftung Stuttgart

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Grundlage einer funktionierenden Demokratie ist die politische Partizipation ihrer Bürger*innen. Aktuell nimmt das Engagement in Teilen der jungen Bevölkerung jedoch ab. Der Jugenddialog der Bürgerstiftung Stuttgart speist sich aus methodisch vielfältigen Dialogen, bei denen sowohl Moderator*innen als auch Teilnehmer*innen junge Menschen sind. Inhalt sind selbstgewählte Fragen des Zusammenlebens vor Ort. Hierauf aufbauend entwickeln sie gemeinsam mit der Bürgerstiftung Projektideen und setzen diese partizipativ um.

Mimi Böckmann, Plattform lebenswert

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Am Beispiel der „Plattform lebenswert“, einem Projekt der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde Reutlingen, hat Mimi Böckmann in diesem Workshop erläutert, welche Faktoren den Aufbau von Beziehungswohlstand im Quartier begünstigen können. Die Plattform unterstützt Bürger*innen, ihre Idee umzusetzen und schafft damit eine lebendige Nachbarschaft mit 150 Ehrenamtlichen und 50 Gruppen. Zum Erfolgsrezept gehören laut Mimi Böckmann: Kooperationen, ein paar „Verrückte“, Marketing, die Dinge geschehen lassen und Bestehendes zusammen fassen.

Evgeniya Sayko und Leonie Pessara, Magnet – Werkstatt für Verständigung gUG

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Das unterhaltsame Diskussionsformat „demoSlam“ bringt Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zusammen, statt sie in Lager zu spalten. Es bietet den Raum und das Handwerkszeug, um sich anders über kommunale und gesellschaftliche Streitthemen austauschen zu können: Jenseits der Pro- und Contra-Logik von Debatten. In Kooperation mit der Allianz für Beteiligung starten die demoSlam-Entwicklerinnen 2022 ein Modellprojekt zur Ausbildung von Organisator*innen und Trainer*nnen, die demoSlam zur Verständigung vor Ort anwenden.
Die Teilnehmenden konnten mehr darüber erfahren, wie das Diskussionsformat funktioniert und wie politischer Streit im Jahr 2021 umgesetzt werden kann.

Sabrina Pott, Sozialamt Landeshauptstadt Stuttgart

Das Thema des Workshops war die Partizipation stiller Gruppen in der Stuttgarter Sozialplanung mit der Impulsgeberin Sabrina Pott vom Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Moderation übernahm Frau Anna Staffa vom Städtetag Baden-Württemberg. Mit 60 Anmeldungen war der Workshop gut besucht, vor allem auch verschiedene Vertretende von Städten und Landkreisen hatten sich angemeldet. Der Workshop begann mit einer Einführung von Frau Pott zu den Themen: Was macht die Sozialplanung und welche Zielgruppen hat sie in Stuttgart? Warum wird Partizipation in der Sozialplanung angewandt? Welche Beteiligungsformate gibt es dort? Als Hauptaufgabe der Sozialplanung benannte Frau Pott die Unterstützung von Menschen, die soziale Unterstützungsangebote und -leistungen benötigen, durch den Aufbau einer sozialen Infrastruktur. Anschließend wurden Praxis-Beispiele für Zielgruppen und Beispiele, was besonders gut funktioniert hat, vorgestellt. Hier wurden beispielsweise der Beirat Inklusion, der Prozess der Stuttgarter Armutskonferenz oder der Aktionskreis Soziale Teilhabe vorgestellt. Danach wurden vier Teilgruppen mit jeweils einer moderierenden Person gebildet, um über die Partizipation der einzelnen Zielgruppen zu diskutieren. Bei den drei zusätzlichen Moderierenden handelte es sich um weitere Expertinnen aus der Stuttgarter Sozialplanung. Folgende Gruppen wurden gebildet:

  • Ina Friedmann: Ältere und pflegebedürftige Menschen
  • Catrin Hanke: Menschen in Armut und in besonderen Lebenslagen
  • Elif Polat: Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung
  • Sabrina Pott und Anna Staffa: Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen

Die Teilnehmenden durften dabei selbst entscheiden welcher Gruppe sie beitreten wollten. Am besten Besucht war die Gruppe „Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung“. In den Gruppen vier wurden die folgenden Fragen diskutiert: Was hindert die Zielgruppe an einer Teilnahme? Wie kann man die Zielgruppe gut erreichen? Welche Tipps für eine erfolgreiche Beteiligung gibt es?

Die Erkenntnisse aus dem Vortrag und der Diskussion waren, dass es je nach Zielgruppe wichtig ist, die geeigneten Methoden zu wählen, um die Beteiligung für die jeweilige Zielgruppe möglichst einfach zu gestalten. Es sollte genügend Zeit eingeplant und eine wertschätzende Haltung eingenommen werden. Eine Kontaktaufnahme über bestehende Netzwerke oder die persönliche Ansprache, Werbung für die Beteiligungsmöglichkeit mit einer Orientierung am Interesse der Zielgruppe, sowie gegebenenfalls eine Begleitung während der Beteiligung sind ebenfalls bedeutend. Des Weiteren ist es wichtig die Sprache an die Zielgruppe anzupassen, wertschätzend zu kommunizieren und dass der Titel und das Thema passen. Den Zielgruppen sollte außerdem klar sein, was die Motivation ist, bzw. welcher Nutzen dahinter steckt.

Download Präsentation
  • Fabian Reidinger, Staatsministerium Baden-Württemberg
  • Dr. Miriam Freudenberger, Allianz für Beteiligung e.V.
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Die Corona-Krise wurde von vielen als „Stunde der Exekutive“ wahrgenommen, in der die Landesregierungen gemeinsam mit dem Bund schnell handeln mussten. Beteiligungsmöglichkeiten wurden von vielen Bürger*innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen vermisst.
In Baden-Württemberg wurde mitten in der Pandemie ein Beteiligungsprozess gestartet, in dem zwei monatlich tagende Foren Impulse an die Landespolitik geben. Im Bürgerforum Corona diskutieren ca. 50 zufällig ausgewählte Bürger*innen themenspezifisch, z.B. über Impf- und Teststrategien. Im Corona-Forum Zivilgesellschaft beraten Vertreter*innen von Verbänden, Vereinen, und Stiftungen, wie die Krise im Zusammenspiel von Politik und Zivilgesellschaft gemeistert werden kann.
In diesem Workshop konnten die Teilnehmen hören, welche Erfahrungen bei diesem einzigartigen Beteiligungsmodell zur Corona-Politik gemacht wurden und sich austauschen, wie Beteiligung in Krisenzeiten gelingen kann.

Birgit Schwegle, Geschäftsführerin Umwelt- und EnergieAgentur Kreis Karlsruhe GmbH

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Eine Klimaschutzwerkstatt ist ein von der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe organisierter und begleiteter kommunaler Workshop. Das Ziel ist es, einen konstruktiven Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen, um neue Klimaschutzmaßnahmen für die Kommune zu entwickeln und Anstrengungen zum Klimaschutz zu bündeln. Klimaschutzwerkstätten werden mit Vertreter*innen der Verwaltung oder dem Gemeinderat und ggf. der Zivilgesellschaft durchgeführt.
Die Teilnehmenden konnten das Format kennenlernen und sich zum Klimaschutz auf kommunaler Ebene austauschen.

Monica Settele, K-Punkt Ländliche Entwicklung

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In vielen ländlichen Gemeinden fehlt attraktiver Wohnraum für junge Leute. Das ist einer der Gründe, warum junge Menschen nicht im ländlichen Raum bleiben bzw. nach Ausbildung oder Studium nicht wieder zurückkommen. Was macht attraktives Landleben für junge Erwachsene aus und wie können anziehende Wohnmodelle entstehen?
Die Teilnehmenden konnten die Ansätze kennen lernen und dieses wichtige Zukunftsthema der ländlichen Entwicklung diskutieren.

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