Projektaufruf:
Wie Sie sich einbringen können

Beim Beteiligungskongress Baden-Württemberg geht es nicht um alles, aber um viel. Es geht um große Themen, wie aktiven Klimaschutz, gesellschaftliche Teilhabe, um die Gestaltung unserer städtischen und ländlichen Lebensräume, nicht zuletzt um den Austausch von Meinungen jenseits von bloßer Meinungsmache. Diese Themen betreffen und beschäftigen uns alle. Und wir tun uns alle leichter, wenn wir sie miteinander angehen.

Der Beteiligungskongress steht im Zeichen dieses „Miteinanders“. Schon der erste Kongress 2017 hat alle Erwartungen übertroffen, weil so viele mitgemacht haben. Und daran wollen wir im Jahr 2020 anknüpfen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Möglichkeiten gelingender Zusammenschlüsse und
Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Der Beteiligungskongress lebt vom intensiven Austausch, vor allem von Ihrer Beteiligung. Deshalb möchten wir Sie hiermit einladen, Ihr Projekt, egal ob groß oder klein, für einen Thementisch einzureichen und auf dem Kongress vorzustellen. Uns interessiert, wie Sie die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam vor Ort in Baden-Württemberg gestalten.

Wonach suchen wir?

Wir suchen Projekte, die sich beim Beteiligungskongress Baden-Württemberg bei einem Thementisch vorstellen möchten. Dazu suchen wir nach Projekten in Baden-Württemberg, die:

  • Als Kooperation zwischen Politik, Zivilgesellschaft Verwaltung und Wirtschaft im gemeinsamen Tun die Gesellschaft in Baden-Württemberg aktiv gestalten.
  • Mechanismen und Erfolgsfaktoren aufzeigen können, die für gelingende Kooperationen wichtig sind. Auch mit Blick auf die Frage, wie möglichst viele teilhaben können.
  • Von ihren Erfahrungen berichten wollen, wie sie mit Hemmnissen umgegangen sind. Uns auch daran teilhaben lassen, wenn sie etwas nicht lösen konnten und gescheitert sind.
  • Am eigenen Beispiel zeigen können, warum Kooperationen in der heutigen Gesellschaft wichtig sind und welche bedeutende Rolle Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement dabei spielen.

Welche Themen gibt es?

Projekte können zu folgenden Themen eingereicht werden. Die Leitfragen dienen dabei als Orientierung, mit welchen Inhalten sich in den einzelnen Themenbereichen beschäftigen können.

  • Stärke von Zusammenarbeit zeigen: Welche Ansätze gibt es, damit Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft Ideen für mehr Klimaschutz vor Ort gemeinsam entwickeln und umsetzen können? Wie kann Zusammenarbeit in diesem Bereich gelingen? Was sind wichtige Stellschrauben, damit jeder seine Stärken gut einbringen und Beteiligung sowie bürgerschaftliches Engagement funktionieren können?
  • Mobilität vor Ort gestalten: Wie können wir mobil bleiben und gleichzeitig das Klima schützen? Welche Erfahrungen gibt es, um Mobilität vor Ort im Zusammenspiel zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft klimaschonend und zukunftsweisend zu gestalten?
  • Klimaschutz und Klimagerechtigkeit thematisieren: Wie gehen wir mit den Hoffnungen, aber auch mit den Sorgen und Befürchtungen um, die es bezüglich Klimaschutzpolitik gibt? Welche Erfahrungen gibt es mit gemeinsamen Projekten von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die Klimaschutz und Klimagerechtigkeit gleichermaßen benennen? Welche Ideen gibt es, die es jedem ermöglichen, das Klima zu schützen – unabhängig davon, wo er herkommt oder wie viel Geld er zur Verfügung hat? Wie setzen wir uns damit auseinander, dass Wohlstand den Menschen viele Möglichkeiten eröffnet, die unserem Klima schaden?
  • Stärke von Zusammenarbeit zeigen: Welche Ansätze gibt es, damit Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft Ideen für gelingende Inklusion vor Ort gemeinsam entwickeln und umsetzen können? Was können Zusammenschlüsse aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dazu beitragen, gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu gestalten? Was sind wichtige Stellschrauben, damit jeder seine Stärken gut einbringen und Beteiligung sowie bürgerschaftliches Engagement funktionieren können? Was kann Zivilgesellschaft leisten, um die Gesellschaft zusammen zu halten? Welche Rolle hat sie in wirtschaftlichen Krisen?
  • Die Lebenswelt des anderen kennenlernen: Wie können wir über Netzwerke und Kooperationsprojekte dazu beitragen, dass Menschen in Baden-Württemberg mehr von der Lebenswelt des jeweils anderen erfahren? Was sind gute Formate, die Erfahrungsaustausch und gemeinsames Lernen erreichen? Wie kann es gelingen, über Zusammenarbeit Verständnis aufzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken? Wie gehen wir mit rechtsgerichteter Zivilgesellschaft um? Wann ist Einbeziehung sinnvoll, wann klare Abgrenzung – oder kann Zivilgesellschaft hier nur polarisieren und protestieren?
  • Bedarfe verfügbar machen: Wie können wir erreichen, dass bei Projekten vor Ort möglichst alle mitmachen können? Wie schaffen wir es, dass insbesondere mit Blick auf Integration und Inklusion die besonderen Bedarfe, die mache Menschen haben, als selbstverständlich gelten? Und dass dafür zum Beispiel Dolmetscher*innen, Rollstuhlrampen, Akkustikhilfen, Fahrtkostenerstattung und vieles mehr zur Verfügung steht? Welche Erfahrung gibt es aus Kooperationsprojekten vor Ort, um dies unkompliziert, aber auch nachhaltig, möglich zu machen?
  • Stärke von Zusammenarbeit zeigen: Welche Ansätze gibt es, damit Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft Ideen zur Gestaltung ihres Umfelds gemeinsam entwickeln und umsetzen können? Wie kann Zusammenarbeit in diesem Bereich gelingen? Was sind wichtige Stellschrauben, damit jeder seine Stärken gut einbringen und Beteiligung und bürgerschaftliches Engagement funktionieren können?
  • Quartiere zusammen gestalten: Wie können Quartiere gemeinsam entwickelt werden und dabei ein guter Austausch der vielfältigen Akteur*innen gelingen? Was tragen Kooperationen dazu bei, dass Quartiere entstehen können, in denen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und allen Alters miteinander wohnen, leben und arbeiten können?
  • Ländliche Räume gemeinsam erhalten: Wie können Menschen vor Ort über Beteiligung und bürgerschaftliches Engagement ihre Gemeinden als lebenswerte Orte gestalten? Welche Erfahrungen aus Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gibt es hierzu? Und warum können gerade in ländlichen Gebieten zivilgesellschaftliche Akteur*innen hierzu einen großen Beitrag leisten und die Gesellschaft insgesamt stärken?
  • Erfahrungen weitergeben: Wie können wir gute Ansätze und Erfahrungen aus gemeinsamer Zusammenarbeit vor Ort weitergeben? Wie können Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft ihre Erfahrungen aus Kooperationen anderen öffentlich als Erfahrungsschatz zur Verfügung stellen – auch über den eigenen Wirkungskreis hinaus? Welche Rolle können lokale Medien und ihre Berichterstattung dabei spielen?
  • Erfolgsgeschichten zeigen: Wie können wir bestehende Erfolgsgeschichten zeigen, in denen Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft nachhaltige Veränderungen zu drängenden Fragen vor Ort bewirkt hat? Wie können wir einen gesellschaftlichen Diskurs dazu anstoßen, dass das eigene Tun wichtig ist, um Gesellschaft zu verändern – gerade bei den Themen Inklusion, Klimaschutz, Mobilität und Gestaltung von Lebensräumen?
  • Gut kommunizieren: Wie können wir gut miteinander kommunizieren, wenn wir Gesellschaft gemeinsam gestalten wollen? Welche Medien bieten welche Chancen und Risiken? Welche Erfahrungen gibt es zu Kooperationsprojekten mit Medien unterschiedlichster Art?

Was passiert am Thementisch?

An den Thementischen stehen einzelne Praxisbeispiele und der Austausch zu Projekterfahrungen im Mittelpunkt. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, Praxisbeispiele kennenzulernen und sich zu den Prozessen auszutauschen. Ganz praktisch werden so Einblicke in andere Tätigkeitsfelder vermittelt und Anregungen für die eigene Arbeit gegeben.

Als zuständige*r Referent*in stellen Sie am Thementisch Ihr Projekt vor und geben Einblicke in Vorgehensweisen und Erfahrungen (ca. 30 Minuten). Im Anschluss sind die Teilnehmer*innen des Tisches eingeladen, nachzufragen, Erfahrungen auszutauschen, miteinander ins Gespräch zu kommen (ca. 30 Minuten). An Ihrem Thementisch steht Ihnen eine Tischmoderation zur Seite und unterstützt Sie in der Gesprächsführung sowie bei der Zusammenfassung des Gesprächs.

Alle Thementische finden im Plenum der Liederhalle gleichzeitig statt. Die Gesprächsinseln bestehen jeweils aus zwei Tischen, an denen die Teilnehmer*innen Platz nehmen können. Als Material für die Arbeit am Tisch und auch für die visuelle Unterstützung Ihres Vortrags stehen Ihnen eine Metaplanwand und ein Moderationskoffer zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass technische Unterstützung (Laptop, Beamer, Leinwand) an den Thementischen nicht vorgesehen ist.

Wie ist das weitere Vorgehen?

Bis zum 30. April 2020 haben Sie die Möglichkeit, Ihr Projekt für den Beteiligungskongress Baden-Württemberg vorzuschlagen. Es werden alle Vorschläge gesammelt. Danach erhalten Sie zeitnah von uns eine Rückmeldung, ob wir Ihren Projektvorschlag in das Kongressprogramm aufnehmen können. Weitere Absprachen folgen dann ebenfalls.

Vielen Dank!

Eine Projekteinreichung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Wir bedanken uns für die zahlreichen Einsendungen.