Projekt Beschreibung

Klima Mobil Schorndorf:
Umsetzung hochwirksamer Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor

Initiatoren:
Stadt Schorndorf

Wappen der Stadt Schorndorf

Die große Kreisstadt Schorndorf leidet unter einer hohen Belastung des motorisierten Individualverkehrs. Der Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2017 legt dar, dass in Schorndorf innerhalb von 24 Stunden bis zu 163.000 Autos unterwegs sind. Durch starke Pendelbeziehungen ins Umland sowie einem hohen Aufkommen an Quell- und Zielverkehren, wird die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger Schorndorfs durch Emissionen, Lärm und Flächenverbrauch negativ beeinflusst. Dagegen wollen wir mit dem Projekt „Klima Mobil“ vorgehen und unsere kommunalpolitischen Handlungsspielräume nutzen, um die Alltagsmobilität in Schorndorf nachhaltig zu gestalten und hierdurch einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in Schorndorf zu leisten.

In Schorndorfs Innenstadt bietet sich nun die einmalige Gelegenheit an zentraler Stelle neue Mobilitätslösungen anzudenken und zu forcieren. In der Innenstadt, am Archivplatz soll das gegenwärtig als Technisches Rathaus genutzte Gebäude zur Stadtbibliothek umgebaut. Dieser Umbau bietet die Möglichkeit auch das Umfeld des Archivplatzes, d. h. die Archivstraße sowie die Johann-Philipp-Palm-Straße neu zu denken und den Fokus auf nachhaltige Mobilitätslösungen zu legen. Die Johann-Philipp-Palm Straße ist hierbei die zentrale Einkaufsstraße in der Innenstadt. Aktuell teilen sich der Rad- und Fußverkehr diese Straße mit dem ruhenden- und fließenden Pkw-Verkehr. In Anbetracht der Neuordnung des Straßenraumes könnte der PKW-Verkehr weichen, um die Aufenthaltsqualität in dieser Straße zu steigern. In der Archivstraße dominiert demgegenüber die Wohnbebauung, wobei auch in diesem Straßenzug Geschäfte und Arztpraxen zu verzeichnen sind. Hier ist zu prüfen, ob Stellplätze vorrangig für mobilitätseingeschränkte Personen und gemeinschaftlich genutzte Fahrzeuge reserviert werden können.

Der Archivplatz liegt wiederum eingebettet in den beiden zuvor benannten Straßenzügen. Aktuell wird dieser Platz von 54 Kurzzeitparkplätzen dominiert. Überlegungen seitens der Stadtverwaltung gehen dahingehend, dass Parkplätze weichen und frei gewordene Flächen für Sharing-Stationen, Radabstellplätze, nachhaltige Bepflanzungen und Sitzgelegenheiten mit hoher Aufenthaltsqualität genutzt werden sollen.

Ergänzend ist anzumerken, dass das zuvor beschriebene Innenstadtgebiet den Vorteil bietet, dass der Schorndorfer Bahnhof nur wenige Gehminuten entfernt liegt – intermodale, umweltfreundliche Fortbewegungsmöglichkeiten lassen sich somit an dieser Stelle also gut integrieren.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass in der Schorndorfer Innenstadt durch die Anwendung der Maßnahmen: Parkraumbewirtschaftung, Anbieten multimodaler Verkehrslösungen, Umwidmung von Straßenraum und Verkehrsberuhigung ein Konzept entwickelt werden soll, welches die Unabhängigkeit vom Auto fördert und die Idee der „Stadt der kurzen Wege“ umsetzt. Hierdurch gelingt es, einen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen und zur Etablierung nachhaltiger Mobilitätsformen zu leisten.

Fragen & Antworten

Wir erleben in der Bürgerschaft einen klaren Willen zur Mitsprache, einen hohen Sachverstand und die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Mit dialogorientierten, deliberativen Verfahren kann es gelingen, Einblicke in die Lebenswelt der Bürgerschaft zu erhalten, deren Bedürfnisse kennenzulernen und ihre Vor-Ort-Kenntnisse aktiv einzubinden. Nur auf diese Art und Weise lassen sich etwaige Konflikte bereits im Vorfeld eines Beschlusses erahnen und gemeinsam in einem offenen und transparenten Verfahren ausräumen. Auf diese Art und Weise kann es somit gelingen, politische Entscheidungen zu fällen, die von einer breiten Bürgerschaft mitentwickelt und mitgetragen werden. Es erhöht sich das gegenseitige Verständnis und Vertrauen – sowohl von seiten der Politik für die Belange der Bürgerschaft als auch umgekehrt, von seiten der Bürgerschaft für politische Entscheidungsprozesse.
Letztlich müssen Entscheidungen transparent und in einem wohlüberlegten Abwägungsprozess getroffen werden damit sie von allen Beteiligten mitgetragen werden können. Dies kann nur in einem kooperativem Verfahren gelingen.

Erfolgsfaktoren sind eine klare, transparente und offene Kommunikation sowie die Möglichkeit sich frühzeitig aktiv in den Entscheidungsprozess miteinzubringen. Klarheit und Offenheit beziehen sich auch darauf zu definieren, was verhandelbar ist und was nicht und was das Ziel einer Zusammenarbeit sein sollte.

Wenn das Projekt beginnt, dann werden wir selbstverständlcih auch Rücksicht auf Menschen mit besonderen Bedarfen nehmen.

Projektinitiator

Ansprechpartner

  • Diana Gallego Carrera

  • 07181 6021529

  • diana.gallego@schorndorf.de

Marktplatz von Schorndorf
E-Bike auf dem Marktplatz
E-Mobil Ladestation